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Zur Nachrüstungspflicht von Kamin- und Kachelöfen

In Deutschland werden derzeit ungefähr 15 Millionen Kachel- und Kaminöfen mit Holz betrieben. Bis zu 250.000 dieser Öfen sind bis Ende 2014 nachzurüsten, damit sie den in der 1. Bundesimmissionsschutz-Verordnung (BImmSchV, „Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen“) vorgeschriebenen Grenzwerten für Kohlenmonoxid- und Feinstaub-Emissionen genügen. Andernfalls müssen die Öfen stillgelegt bzw. ausgetauscht werden.

Welche Grenzwerte gelten für Kamin- unbd Kachelöfen


Der Weiterbetrieb von Kaminöfen und Kachelöfen, die vor dem Inkrafttreten der BImmSchV am 22. März 2010 errichtet wurden, ist nur zulässig, wenn die Grenzwerte von 0,15 Gramm Staub und 4 Gramm Kohlenmonoxid je Kubikmeter nicht überschritten werden (§ 26 Absatz 1 BImmschV). Für alle neuen Kamin- und Kachelöfen gilt ab 2015 ein Staubgrenzwert von 0,02 Gramm je Kubikmeter (§ 5 Absatz 1 BImmSchV, Feuerungsanlagen der „Stufe 2“).

Wie erfolgt der Nachweis der Einhaltung der Grenzwerte?


Der Nachweis der Einhaltung der Grenzwerte erfolgt entweder durch eine Prüfmessbescheinigung des Ofenherstellers oder durch eine Messung eines Schornsteinfegers (§ 26 Absatz 1 BImmSchV). Nicht vorgesehen ist allerdings eine regelmäßige Emissionsmessung durch den Bezirksschornsteinfeger. Eine Prüfung im 5-Jahres-Rhythmus erfolgt durch den Schornsteinfeger nur hinsichtlich des technischen Zustandes der Heizungsanlage.

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Novellierung des Schornsteinfegergesetzes

Das Schornsteinfegergesetz wurde im November des Jahres 2008 verabschiedet. Ersetzt wird das Gesetz durch das "Gesetz über das Berufsrecht und die Versorgung im Schornsteinfegerhandwerk" vom 26.11.2008. Dies geschah vor dem Hintergrund der Dienstleistungsfreiheit innerhalb der Europäischen Union.

Für den handwerklichen Markt der Kaminfeger sollte der Markt geöffnet werden. Doch da die Schornsteinfegerarbeiten auf Grundlage der Feuerstättenbescheide durchgeführt werden müssen, wurde ein Übergangszeitraum bis Ende des Jahres 2012 vereinbart. Innerhalb dieses Zeitraumes sollten alle Feuerstättenbescheide erlassen werden. Diese Bescheide enthalten die zukünftigen Regelungen in Bezug auf Reinigungsintervalle, Abnahmen und Feuerstättenschauen. Nach Ablauf des 31.12.2012 gilt der Wettbewerb um den Markt der Schornsteinfegerarbeiten als eröffnet. Weiterhin übernehmen Sanitär-, Heizungs- und Klimaanlageninstallateure die herkömmlichen Wartungen an Feuerstätten, wobei Kehrarbeiten und Überprüfungen den Schornsteinfegermeisterbetrieben obliegen. Gleiches gilt für Abnahmen und Feuerstättenschauen nach den jeweiligen Landesrechten. Viele Unternehmen aus dem Sanitär- und Heizungsbereich denken daher darüber nach, einen Schornsteinfegermeister zu beschäftigen, um auch diese Dienstleistungen anbieten zu können.
Artikel erstellt von: Rouven Stroß

Ende des Kehrmonopols - Vergleichen Sie Ihren Schornsteinfeger

Mit Ablauf des Jahres 2012 ist das Kehrmonopol gefallen, welches bislang den Schornsteinfegern auf Lebenszeit einen festen Bezirk zugeordnet hat. 2013 bietet sich somit Hausbesitzern die Möglichkeit, ihren Schornsteinfegerbetrieb frei zu wählen.
Mit dieser Liberalisierung werden nach Angaben des Energie- verbraucherbundes auch die in der Kehr- und Überwachungs- verordnung festgesetzten Gebühren hinfällig. Dies bedeutet, dass der Wettbewerb auf dem Markt eröffnet wird. Hausbesitzer können in Zukunft Preise für Schornsteinfegerarbeiten verglei- chen. Lassen Sie sich aber nicht nur vom Preis treiben, Qualität und die richtige Ausbildung und Qualifikation ist hier sehr wichtig.
Artikel erstellt von: Rouven Stroß