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Schornsteinfeger: Der Wegfall des Monopols und seine Folgen

Zum 1. Januar 2013 entfiel das Schornsteinfegermonopol. Seither dürfen Hausbesitzer für bestimmte Leistungen einen Vertrag mit einem Kaminkehrer ihrer Wahl schließen. Wesentliche Belebungen des Wettbewerbs am Schornsteinfeger-Markt sind bisher jedoch nicht zu beobachten.

Bestimmte hoheitliche Aufgaben dürfen weiterhin nur von einem Bezirksschornsteinfegermeister durchgeführt werden. Zu diesen Aufgaben, die etwa ein Fünftel des Gesamtumsatzes ausmachen, gehören z. B. Neuabnahmen von Feuerstätten und Kaminen und die Feuerstättenschau (einschließlich der Ausstellung des Feuerstättenbescheides), die alle 3,5 Jahre durchgeführt wird. Für diese hoheitlichen Aufgaben gilt weiterhin eine Gebührenordnung mit festen Tarifen. Hinsichtlich dieser Tätigkeiten wurden etliche Kehrbezirke neu ausgeschrieben. Ein Schornsteinfegermeister darf höchstens einen solchen Kehrbezirk für hoheitliche Aufgaben innehaben.

Seit der Marktöffnung durch das neue Schornsteinfeger-Handwerksgesetz zum 1.1.2013 hat sich die Zahl Schornsteinfeger-Betriebe erhöht. Ende 2013 lag die Anzahl der im Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks organisierten Kaminkehrer-Betriebe in Deutschland bei 7.228, die 20.000 Arbeitnehmer beschäftigten. Hinzu kamen 217 nicht im Bundesverband organisierte Kaminkehrer. Im Jahr 2003 betrug die Anzahl der organisierten Betriebe noch etwa 8.050 und 2009 7.730.

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Novellierung des Schornsteinfegergesetzes

Das Schornsteinfegergesetz wurde im November des Jahres 2008 verabschiedet. Ersetzt wird das Gesetz durch das "Gesetz über das Berufsrecht und die Versorgung im Schornsteinfegerhandwerk" vom 26.11.2008. Dies geschah vor dem Hintergrund der Dienstleistungsfreiheit innerhalb der Europäischen Union.

Für den handwerklichen Markt der Kaminfeger sollte der Markt geöffnet werden. Doch da die Schornsteinfegerarbeiten auf Grundlage der Feuerstättenbescheide durchgeführt werden müssen, wurde ein Übergangszeitraum bis Ende des Jahres 2012 vereinbart. Innerhalb dieses Zeitraumes sollten alle Feuerstättenbescheide erlassen werden. Diese Bescheide enthalten die zukünftigen Regelungen in Bezug auf Reinigungsintervalle, Abnahmen und Feuerstättenschauen. Nach Ablauf des 31.12.2012 gilt der Wettbewerb um den Markt der Schornsteinfegerarbeiten als eröffnet. Weiterhin übernehmen Sanitär-, Heizungs- und Klimaanlageninstallateure die herkömmlichen Wartungen an Feuerstätten, wobei Kehrarbeiten und Überprüfungen den Schornsteinfegermeisterbetrieben obliegen. Gleiches gilt für Abnahmen und Feuerstättenschauen nach den jeweiligen Landesrechten. Viele Unternehmen aus dem Sanitär- und Heizungsbereich denken daher darüber nach, einen Schornsteinfegermeister zu beschäftigen, um auch diese Dienstleistungen anbieten zu können.

Ende des Kehrmonopols - Vergleichen Sie Ihren Schornsteinfeger

Mit Ablauf des Jahres 2012 ist das Kehrmonopol gefallen, welches bislang den Schornsteinfegern auf Lebenszeit einen festen Bezirk zugeordnet hat. 2013 bietet sich somit Hausbesitzern die Möglichkeit, ihren Schornsteinfegerbetrieb frei zu wählen.

Mit dieser Liberalisierung werden nach Angaben des Energie- verbraucherbundes auch die in der Kehr- und Überwachungs- verordnung festgesetzten Gebühren hinfällig. Dies bedeutet, dass der Wettbewerb auf dem Markt eröffnet wird. Hausbesitzer können in Zukunft Preise für Schornsteinfegerarbeiten verglei- chen. Lassen Sie sich aber nicht nur vom Preis treiben, Qualität und die richtige Ausbildung und Qualifikation ist hier sehr wichtig.